Siegerprojekt Schulanlage HertaSiegerprojekt Schulanlage HertiSiegerprojekt Schulanlage Herti
Siegerprojekt Schulanlage Herta
Siegerprojekt Schulanlage Herti
Siegerprojekt Schulanlage Herti

Schulbauten

Schulanlage Herti

Die Kapazitäten der Schulanlage Herti, einschliesslich der Sport- und Betreuungsinfrastruktur, sind erschöpft und die verfügbaren Räumlichkeiten schon seit einigen Jahren übernutzt. Die bestehende Schulanlage Herti soll deshalb in einer ersten Bauetappe mit einem neuen Gebäude im Süden des Schulareals erweitert und das bestehende Schulhaus für die schulergänzende Betreuung umgebaut und saniert werden.

Bestehende Schulanlage Herti

Die Schulanlage Herti wurde 1975 im Zuge des Baus der Grosssiedlung Herti III errichtet. Sie besteht aus einem Ensemble mit drei Hauptgebäuden: dem Schulhaus sowie einem Sport- und einem Aulatrakt. Diese gruppieren sich um einen zentralen Pausenplatz. Aufgrund des starken Bevölkerungswachstums und der gestiegenen Schülerzahlen musste die Anlage mehrmals mit Provisorien ergänzt werden. Die Kapazitäten der gesamten Anlage, einschliesslich Sport- und Betreuungsinfrastruktur, sind erschöpft und die verfügbaren Räumlichkeiten schon seit einigen Jahren übernutzt. Die Schulraumplanung weist für die Zukunft jedoch weiterhin einen steigenden Raumbedarf aus. Eine Erweiterung der bestehenden Anlage ist notwendig, um den Schulraumbedarf im Schulkreis Herti/Letzi decken zu können.

Projektwettbewerb

Der im Jahr 2021 durchgeführte zweistufige Projektwettbewerb im offenen Verfahren hatte zum Ziel, ein Gesamtkonzept zu evaluieren, das in zwei Etappen realisierbar ist. Von insgesamt 26 eingereichten Projektarbeiten wurden von der Jury sieben Projekte zur Weiterbearbeitung in die zweite Stufe genommen. Mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde das Projekt «Eduardo» von Burkard Meyer Architekten BSA, Baden, und Maurus Schifferli, Landschaftsarchitekt, Bern.

Das Siegerprojekt schwang bei allen Kriterien, sowohl bei der Architektur und Funktionalität, wie auch der Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Etappierung, klar obenauf. Die Projektverfasser erweitern die Schulanlage zu einem Campus, der sich im Zusammenspiel von Architektur und Freiraum als stimmungsvolles Ganzes präsentiert. Die räumliche Kleinteiligkeit orientiert sich an den Bedürfnissen der Nutzer und schafft anregende und gleichzeitig überschaubare Strukturen. Durch die Abfolge von weiten und engen Räumen, in denen unterschiedliche Spiel-, Sport-, und Aufenthaltsbereiche angeordnet sind, werden altersgerechte und äusserst stimmungsvolle Orte geschaffen. Der Bezug zur unmittelbar angrenzenden, ursprünglichen Bebauung aus den Anfängen des Stadtquartiers bleibt mit dem sorgfältigen Einbezug der Bestandbauten in das Gesamtkonzept erhalten, welche als integraler Teil der Anlage schonend saniert werden. Besonders gelobt wurde die gewählte Etappierung, die in der ersten Etappe sämtliche Nutzungen in einem Neubau zusammenfasst und dadurch für die zweite Etappe eine hohe Flexibilität und den nötigen Spielraum für mögliche Anpassungen im Raumbedarf schafft.

Objektkredit Neubau zur Erweiterung der Schulanlage

Die bestehende Schulanlage Herti wird in einer ersten Bauetappe mit einem neuen Gebäude im Süden des Schulareals erweitert, und das bestehende Schulhaus wird umgebaut und saniert. Für die Umsetzung des Neubaus ist der Rückbau des Aulatraktes erforderlich. Der Neubau umfasst 24 Unterrichtszimmer mit den zugehörigen Gruppenräumen, Fachzimmern und Fachunterrichtsräumen, sowie einen Lehrpersonenbereich, eine Aula und eine Bibliothek, Räumlichkeiten für die schulischen Dienste (z. B. Heilpädagogik, Logopädie, Schulsozialarbeit) und eine Doppelsporthalle.

Für den Erweiterungsbau Schulanlage Herti beantragte der Stadtrat einen Objektkredit von CHF 66.29 Mio. Der Grosse Gemeinderat befürwortete den Objektkredit in der Schlussabstimmung mit 23 zu 9 Stimmen bei 4 Enthaltungen.

An der Urnenabstimmung vom 29. Januar 2023 wurde der Objektkredit mit 5'945 Ja-Stimmen zu 669 Nein-Stimmen angenommen, d.h. mit 89.88 % der gültigen Stimmen.

Objektkredit Umbau und Sanierung Schulhaus und Installation Mietprovisorien

Das Erweiterungsprojekt umfasst neben dem Neubau für die Schulnutzung auch den Umbau und die Sanierung des bestehenden Schulgebäudes für die schulergänzende Betreuung. Das bestehende Schulhaus wird saniert und energetisch modernisiert. Das Gebäudeinnere wird für die Bedürfnisse der schulergänzenden Betreuung neu strukturiert und bietet Platz für sieben Gruppen. Die schulergänzende Betreuung kann damit künftig zentral an einem Ort erfolgen und ist nicht mehr wie heute auf mehrere Standorte verteilt.

Um den Bauablauf optimal zu gestalten und den Schulbetrieb aufrechterhalten zu können, werden Mietprovisorien benötigt. Während der Etappe I werden die Schulnutzungen vollständig ausgelagert und in eine provisorische Modulanlage im nördlichen Teil des Schulareals verlegt.

Für die Sanierung und den Umbau des bestehenden Schulhauses beantragte der Stadtrat einen Objektkredit von CHF 22.8 Mio. und für die Installation der Mietprovisorien einen Objektkredit von CHF 5.31 Mio. Der Grosse Gemeinderat befürwortete die beiden Objektkredite in der Schlussabstimmung mit 22 zu 10 Stimmen bei 4 Enthaltungen.

An der Urnenabstimmung vom 29. Januar 2023 wurden die Objektkredite mit 6'107 Ja-Stimmen zu 697 Nein-Stimmen angenommen, d.h. mit 89.75 % der gültigen Stimmen.

Schulprovisorien während der Bauphase

Drei neu erstellte Holzmodulbauten im nördlichen Teil der Schulanlage dienen zur Überbrückung der knapp dreijährigen Bauzeit für die Erweiterung der Schulanlage Herti. Der bestehende Pavillon der schulergänzenden Betreuung bleibt erhalten und wurde auf dem Gelände neu platziert. Der Umzug von Kindergarten und Primarschule in die Provisorien wird Ende 2023 erfolgen.

Bauphase

Der Baustart für die Erweiterung der Schulanlage Herti ist Anfang 2024 geplant. Der sanierte und umgebaute Bestandesbau wird ab Schuljahr 2025/26 der schulergänzenden Betreuung zur Verfügung stehen. Das neue Schulhaus mit Doppelturnhalle wird zum Schuljahr 2026/27 von Kindergarten und Primarschule bezogen werden können.