Aussenansicht Schule Riedmatt mit InnenhofAussenansicht Schule RiedmattTreppenhaus Schule Riedmatt
Aussenansicht Schule Riedmatt mit Innenhof
Aussenansicht Schule Riedmatt
Treppenhaus Schule Riedmatt

Schulbauten

Schulanlage Riedmatt (abgeschlossen 2020)

Der steigende Platzbedarf aufgrund des starken Bevölkerungswachstums im Gebiet Zug West machte eine Erweiterung der Schulanlage Riedmatt dringend notwendig. Mit dem Siegerprojekt «LAURENTIA» entstand im Südosten des bestehenden Schulhauses ein architektonisch sorgfältig integrierter Neubau, der zusätzliche Räume für Primarschule und Kindergarten geschaffen hat und im Frühjahr 2020 bezogen werden konnte.

Bauprojekt

Anhand des Schulraumergänzungsberichts vom 29. April 2014 (GGR-Vorlage Nr. 2168.1) zeichnete sich aufgrund der hohen Bautätigkeit in den Quartieren Herti, Riedmatt und Lorzen bereits im Jahr 2017 ab, dass bis im Jahr 2025 rund 30 % mehr Kinder zur Schule und in den Kindergarten gehen würden. Der Bedarf nach weiterem Schulraum im Gebiet Zug West war somit gross. Bei der Schulanlage Riedmatt mussten auf das Schuljahr 2016/2017 zusätzliche Schulräume bereitgestellt werden. Als Zwischenlösung wurde ein Container angemietet. Eine bauliche Erweiterung der bestehenden Schulanlage war jedoch unumgänglich.

Der Erweiterungsbau der Schulanlage Riedmatt für Primarschule und Kindergarten entwickelte das Schulareal im Südosten weiter. Wie das bestehende Schulhaus besteht auch der Neubau aus zwei sich durchdringenden, zueinander versetzten Kuben unterschiedlicher Höhe. Das bestehende und das neu zu erstellende Schulhaus beschreiben in ihrer Mitte einen zentralen rechteckigen Platz, der in Ergänzung zu den bestehenden Pausenflächen als nach innen orientierter Schulhof eine neue Qualität innerhalb des Schulareals erzeugt.

Die Eingriffe in die bestehende Schulanlage und in das Aussenraumkonzept wurden auf ein Minimum beschränkt. Nebst einzelnen Nutzungsverschiebungen, die weitgehend ohne bauliche Eingriffe in den Bestand möglich waren, tangierte die Schulraumerweiterung die bestehende Anlage nur geringfügig, so dass der Erweiterungsbau mit geringen Störungen des laufenden Schulbetriebs realisiert werden konnte.

Durch Einsprachen gegen das Bauvorhaben konnte das ursprüngliche Ziel, den Neubau auf Beginn des Schuljahres 2019/2020 zu eröffnen, nicht eingehalten werden. Im Frühling 2020 konnten die Schülerinnen und Schüler schlussendlich die neuen Schulräume beziehen.

Projektierungskredit/Projektwettbewerb

Am 15. Mai 2015 beschloss der Grosse Gemeinderat einen Projektierungskredit von CHF 1'904'000.00 für den Ausbau der Primarschule, des Kindergartens und der schulergänzenden Betreuung in der Riedmatt.

Anschliessend wurde am 21. August 2015 ein einstufiger Projektwettbewerb ausgeschrieben. Insgesamt wurden 70 Wettbewerbsbeiträge eingereicht. Den Wettbewerb gewann das Projekt «LAURENTIA» von Niedermann Sigg Schwendener Architekten AG aus Zürich. Es sah einen abgewinkelten, in der Höhe gestaffelten Neubau im Süd-Osten des bestehenden Schulhauses vor. Das Projekt überzeugte die Jury durch die sorgfältige städtebauliche Konzeption sowie die architektonische Gestaltung. Nicht zuletzt sprachen die Baukosten und ökologische Gründe für das Siegerprojekt, das einstimmig gekürt wurde.

Baukredit/Volksabstimmung

Für die Erweiterung der Schulanlage Riedmatt beantragte der Stadtrat mit Vorlage Nr. 2427 vom 17. Januar 2017 einen Baukredit von CHF 16'800'000.00. An seiner Sitzung vom 21. März 2017 beschloss der Grosse Gemeinderat eine Kürzung des Baukredits um CHF 300'000.00 und bewilligte einen Baukredit von CHF 16'500'000.00 mit 37:0 Stimmen.

An der Urnenabstimmung vom 21. Mai 2017 sagten 88.7 % der Zuger Stimmbevölkerung Ja zum Baukredit und damit zum Erweiterungsprojekt.